Isgaard wurde 1972 im norddeutschen Husum geboren. Schon in ihrer Jugend entdeckte sie ihre Begeisterung für Musik, war allerdings etwas verwundert darüber, dass sie die meisten gängigen Pop-Songs aus dem Radio nicht „einfach so“ mitsingen konnte. Ihre Stimme schien irgendwie „anders“ zu sein – so hell und klar – und nur bei den Soloparts im Kirchenchor fühlte sie sich aufgehoben.

So galt ihr erstes musikalisches Interesse Musicals wie West Side Story oder My Fair Lady. Als sie in den frühen 80er Jahren die britische Sängerin Kate Bush entdeckte, empfand sie das erste Mal so etwas wie ein „Heimatgefühl“ beim Singen von Popmusik. Eins zu eins sang sie Songs wie „Wuthering Heights“ oder „Babooshka“ nach und das mit einer Leichtfüßigkeit, die die Menschen um sie herum beeindruckte. Schnell entwickelte sie sich weiter und wurde innerlich zum Music-Junkee. Doch noch fehlte ihr der Mut, den nächsten Schritt zu tun, so machte sie nach dem Abitur 1992 eine Lehre als Werbekauffrau und Typografin in München. Doch das Schicksal ließ sie nicht in Ruhe und so kam es, dass ihr damaliger Freund, Hobbymusiker – fasziniert von Isgaard`s eigenständiger Stimme – begann, Songs für sie zu schreiben, die im eigenen Homestudio aufgenommen wurden.

Es kam, wie es kommen musste. Bestärkt von den Reaktionen auf ihre Stimme beschloss Isgaard 1995 zurück in den Norden zu gehen, um in Hamburg klassischen Gesang zu studieren. Gleichzeitig sang sie als Leadsängerin in diversen Projekten. Während dieser Zeit wurde ihre eigene Vision von Musik immer klarer. Das Zerrissensein zwischen den Welten, die Andersartigkeit und die Vorstellung von Musik als Ursprache wurden übersetzt in eine Idee von stilübergreifender Musik, die ihre Wurzeln in der Einflüssen aus Isgaard`s Jugend hatte (Kate Bush, Tori Amos, Pink Floyd). Im Jahr 2000 lernte Isgaard den Produzenten, Komponisten und Musiker Jens Lueck kennen, der eine sehr ähnliche Vorstellung von Musik hatte und der einerseits geprägt war von klassischen Komponisten wie Bach, Bruckner oder Débussy, andererseits fasziniert von Musikern wie Peter Gabriel, Björk, Genesis oder Pink Floyd. Da waren sie wieder – die zwei Welten – und aus zwei Musikern und zwei Welten wurde ein Projekt. Nach einer Experimentierphase von etwa einem Jahr, begannen beide am ersten Isgaard-Album zu arbeiten.

Während dieser Zeit wirkte Isgaard als Gastsängerin beim Projekt Schiller mit und sang in den Refrains der beiden Titel „Ein schöner Tag“ und „Dream of You“(mit Peter Heppner) die Leadvocals. Beide Titel erreichten hohe Chart-Platzierungen und das Album „Weltreise“ sogar Platz 1. Außerdem wurde das Album mit dem Echo ausgezeichnet.

Im Jahr 2003 erschien dann Isgaard`s Debut-Album „Golden Key“(Edel-Records) in 14 Ländern und erreichte im Ausland diverse Chart-Platzierungen. In der Folge ging sie auf Wunsch der Plattenfirma als Support mit „Gregorian“ auf Tour. Schnell zeichnete sich eine Trennung von Edel-Records ab und Jens Lueck und Isgaard arbeiteten mit Hochdruck am Nachfolge-Album „Secret Gaarden“, das nach einer Zeit von nur 10 Wochen (Komposition und Aufnahmen) im März 2004 erschien. Im Zuge einer Deutschland-Tornee des Sängers Galileo mit Isgaard als Gast-Vokalistin wurde das Album live vorgestellt.

In den Jahren 2005 bis 2007 folgten diverse Projekte: Die Benefiz-Single „One World“ (zusammen mit der polnischen Sängerin Lidia Kopania und dem Sänger David Serame) für die Opfer des Tsunamis in Südostasien, eine Zusammenarbeit mit „Zen Men“ und die Mitwirkung an dem von Jens Lueck geschriebenen Soundtrack zu Stefan Erdmanns erstem Natur-Epos über Island.

Während dieser Jahre ohne ein weiteres Isgaard-Album entwickelte Isgaard ihre Vision von Musik weiter. Fast ruhelos hatte sie auch an ihrer Stimme gearbeitet und sich nach den Höhen auch die Tiefen erschlossen, sowie mit Ethno-Klängen experimentiert. All das sollte in die kommenden Aufnahmen einfließen. Nach einer intensiven Kreativphase wurde im Oktober 2008 das Album „Wooden Houses“ veröffentlicht und in nicht wenigen Rezensionen fiel in der Folge der Begriff „Gesangs-Chamäleon“, um Isgaards Stimme zu beschreiben. Zum ersten Mal fühlte sich Isgaard komplett angekommen und hatte stilistisch das erreicht, wovon sie seit langer Zeit eine Vision hatte. Spannenderweise deckte sich das genau mit dem Standpunkt, den Isgaards Projektpartner Jens Lueck zu dem Album „Wooden Houses“ vertrat („das ist zu 100% das, was ich immer machen wollte”).

Im gleichen Jahr erschien auch der von Jens Lueck geschriebene Soundtrack zum 2.Islandfilm von Stefan Erdmann, zu dem Isgaard wieder viele Gesangspassagen beisteuerte. 2009 erschien „Iceland from Above“, wieder von den gleichen beteiligten Künstlern.

2010 betrat Isgaard neues Terrain. Das Elektronik-Duo Rainbow Serpent hatte die Ausnahmesängerin gefragt, ob sie Lust hätte, einige Tracks auf dem kommenden Rainbow Serpent – Album zu singen. Das Experiment gelang und 2010 erschien das Album „Stranger“. Der Titel spielt auf die Skepsis der Fans von elektronischer Musik auf den Einsatz von Gesang an, doch in der Folge waren die Reaktionen auf die Zusammenarbeit fantastisch.

Im selben Jahr fand der Titel „The Sky Is Wide Open“ von Isgaards Album Wooden Houses Verwendung als Titelsong des Hörbuches „Windträume“ des Bestsellerautors Jando.
2011 folgte eine weitere Kooperation, diesmal mit dem Londoner Elektronik-Projekt Curfew. Jens Lueck und Curfew-Kopf Soenke Prigge komponierten gemeinsam und es entstand ein sehr eigenwilliges Album namens „Curfew meets Isgaard – The Trip“, auf dem Isgaard wiederum neue, bisher nicht von ihr gehörte Stimmfarben zeigte.

Im selben Jahr brachten Stefan Erdmann und Isgaard zum ersten Mal die Film-/Musicshow „Iclandfilm and Isgaard“ auf die Bühne, in der Isgaard die Gesangspassagen im Soundtrack live sang. Diese Show gibt es heute noch (2016/2017).

Inzwischen arbeiteten Isgaard und Jens Lueck an einem neuen Album. Beide wollten den Einfluss von Klängen aus dem Ethno-Bereich weiter ausbauen und auch die Texte bekamen einen immer höheren Stellenwert. Im März 2012 wurde schließlich das Album „Playing God“ veröffentlicht, ein sehr persönliches und zerbrechliches Werk, das konsequent den mit „Wooden Houses“ eingeschlagenen Weg fortführte. Zum Album gab es auch zwei Video-Veröffentlichungen (zur Single-Auskopplung „Playing God“, sowie zum Song „Walking Down the Line“).

Einige Monate später erschien Jandos neues Hörbuch „Sternenreiter“, auf dem wieder mehrere Isgaard-Songs (vom Album Playing God) Verwendung fanden.

Im Jahr 2013 veröffentlichte Isgaards Produzent Jens Lueck ein musikalisches Märchen für Kinder (Buch und Musik-/Hörspiel-CD) mit dem Namen „Die Fee und die 4 Elemente“, auf dem Isgaard den Gesangspart der „Fee“ und den Sprachpart der „Luft“ übernahm.

Im Jahr 2014 kam das bisher 5. Album mit dem Titel „Naked“ auf den Markt. Der Titel des Albums spielt einerseits auf die Verletzlichkeit des Menschen, andererseits auf „Wahrheit“ und „Direktheit“ in der Kommunikation untereinander an, die man nur erreicht, wenn man sich seinem Gegenüber ehrlich und ohne jede Verkleidung zeigt. Das Album erhielt viele hervorragende Kritiken.

Im Sommer 2015 kam das Online-Album „The Early Days“ auf den Markt, das bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus Isgaards Anfangszeit (1999-2004) enthält.

Im Herbst 2015 war Isgaard featuring-Vokalistin auf dem Album Syrinx Call – Wind In The Woods.

Im November 2016 erscheint das 7. Isgaard Album mit dem Titel ”Whiteout” auf dem Markt.